Fünf Fragen an Martin Gerlich und Matthias Buck, Absolventen des Diplom-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen im Abschlussjahr 2003.

 

Sie arbeiten heute als Geschäftsführer Ihres eigenen Unternehmens BEC. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Wir haben uns schon während des Studiums in Pforzheim kennengelernt, im Hauptstudium viele Projekte zusammen gemacht und mit der StuWoBar zumindest für ein paar Semester den Traum einer eigenen Kneipe verwirklicht. Damals war es aber noch nicht absehbar, dass wir später im Berufsleben zusammen arbeiten werden.
Umso schöner, dass es geklappt hat!

Matthias Buck: Ich habe die Buck Engineering & Consulting GmbH (BEC) bereits während des Studiums gegründet. Für mich stand schon immer fest, nach dem Studium selbstständiger Unternehmer zu werden, wenn auch zu Beginn die Hauptmotivation war, Geld für das Studium zu verdienen. Nachdem ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit vor allem als Dienstleister für KUKA Roboter aktiv war, hat sich das Tätigkeitsfeld sukzessive um die Bereiche Montage und Produktion erweitert und die Firma ist kontinuierlich gewachsen. Den größten Wachstumsschub für BEC gab es 2012, als wir die Ausschreibung für ein Großprojekt in Österreich gewinnen konnten. Mit dem Großauftrag im Rücken konnten wir dann die Firma auf andere Beine stellen und schneller wachsen. Im nächsten Jahr ist dann auch Martin zu BEC dazu gestoßen und wir arbeiten seitdem zusammen.

Martin Gerlich: Ich hatte nach dem Studium zunächst als Trainee bei E.ON im Bereich Einkauf begonnen. Meiner Karriere beim Energieversorger machte dann ein Job-Angebot meines Onkels einen Strich durch die Rechnung und ich habe in seiner Firma als Firmenkundenberater für Industriegüter-Finanzierung gearbeitet. Nach sechs Jahren kam dann die sehr reizvolle Anfrage als Geschäftsführer eines Start-Ups für Medizinprodukte einzusteigen. Somit war auch mein Schritt in die Selbstständigkeit vollzogen und ich habe drei Jahre lang das Unternehmen aufgebaut, Venture-Capital eingeworben und die Produktzulassung vorangetrieben. Auf der Hochzeit eines Kommilitonen haben Matthias und ich dann beschlossen zukünftig gemeinsam weiter zu arbeiten und BEC weiter voran zu treiben.  

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Eine typische Arbeitswoche haben wir eigentlich nicht und das ist wohl auch das reizvolle an unserem Job. Wir sind ein sehr breit aufgestelltes Unternehmen und sind sehr stark im Projektgeschäft tätig. Daher sind die Aufgaben in unseren Arbeitswochen auch immer davon geprägt, was wir gerade für Projekte in Bearbeitung haben und welche Messen anstehen. Wir machen knapp 80% unseres Umsatzes mit internationalen Kunden und sind viel in verschiedenen Branchen auf der ganzen Welt unterwegs. Da kann es schon mal sein, dass man morgens eine Telko mit Australien wegen eines Medizinprodukts hat, nachmittags einen Forschungsantrag schreibt und abends in der Halle mit anpackt um einen Flugsimulator rechtzeitig zur Messe zu schicken.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Wenn wir an das Studium zurück denken, dann steht sicherlich unser tolles Semester an erster Stelle. Das sehr gute Verhältnis zu unseren Professoren und deren fairer Umgang mit den Studenten haben uns damals zu einer großen Gemeinschaft geformt. Auch wenn heute die Forderung nach „Teamfähigkeit“ oft zu pauschal verwendet wird, so hat uns die projektbezogene Arbeit sowie die Begeisterung der Professoren für ihre Fachgebiete viel für den Einstieg ins Berufsleben gebracht. Zurückblickend liegt für uns die große Stärke des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen nach wie vor in dem vielseitigen Studium und der Wissensbreite, die vermittelt wird. Wir freuen uns heute sehr darüber, dass wir auch von der anderen Seite her als Unternehmen immer noch in engem Kontakt mit der Fakultät für Technik stehen und regelmäßig mit Studenten interdisziplinäre Projekte machen können.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Unser Werdegang weicht deutlich von der Karriereplanung unserer Kommilitonen ab, die doch zum Großteil bei den Konzernen und großen Mittelständlern gelandet sind. Für uns ist die Entscheidung der Selbstständigkeit absolut das Richtige gewesen und auch mit dem Handwerkszeug des Studiums sind wir hierfür gut vorbereitet gewesen. Den Studierenden können wir daher nur Mut zusprechen, sich auch mit eigenen Ideen ins Arbeitsleben zu wagen.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Für die wunderbare Zeit in Pforzheim, die hervorragenden Rahmenbedingungen an der Hochschule, den super Kontakt zu den Professoren, der auch nach Beendigung des Studiums erhalten geblieben ist und natürlich für die Auswahl der Kommilitonen unseres Semesters. Wir haben heute immer noch sehr viel Kontakt zu unseren Kommilitonen, treffen uns regelmäßig mit den Familien oder auch zu unserem alljährlichen Herren-Hütten-Wochenende und unterstützen uns auch im Arbeitsleben wann immer es geht.

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Wenn wir an das Studium zurück denken, dann steht sicherlich unser tolles Semester an erster Stelle. Das sehr gute Verhältnis zu unseren Professoren und deren fairer Umgang mit den Studenten haben uns damals zu einer großen Gemeinschaft geformt. Auch wenn heute die Forderung nach „Teamfähigkeit“ oft zu pauschal verwendet wird, so hat uns die projektbezogene Arbeit sowie die Begeisterung der Professoren für ihre Fachgebiete viel für den Einstieg ins Berufsleben gebracht. Zurückblickend liegt für uns die große Stärke des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen nach wie vor in dem vielseitigen Studium und der Wissensbreite, die vermittelt wird. Wir freuen uns heute sehr darüber, dass wir auch von der anderen Seite her als Unternehmen immer noch in engem Kontakt mit der Fakultät für Technik stehen und regelmäßig mit Studenten interdisziplinäre Projekte machen können.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Unser Werdegang weicht deutlich von der Karriereplanung unserer Kommilitonen ab, die doch zum Großteil bei den Konzernen und großen Mittelständlern gelandet sind. Für uns ist die Entscheidung der Selbstständigkeit absolut das Richtige gewesen und auch mit dem Handwerkszeug des Studiums sind wir hierfür gut vorbereitet gewesen. Den Studierenden können wir daher nur Mut zusprechen, sich auch mit eigenen Ideen ins Arbeitsleben zu wagen.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Für die wunderbare Zeit in Pforzheim, die hervorragenden Rahmenbedingungen an der Hochschule, den super Kontakt zu den Professoren, der auch nach Beendigung des Studiums erhalten geblieben ist und natürlich für die Auswahl der Kommilitonen unseres Semesters. Wir haben heute immer noch sehr viel Kontakt zu unseren Kommilitonen, treffen uns regelmäßig mit den Familien oder auch zu unserem alljährlichen Herren-Hütten-Wochenende und unterstützen uns auch im Arbeitsleben wann immer es geht.

 

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